Hundeblog
Ein Fall für Polizeihund Mike
30. April 2008 Autor: StefanMönchengladbach (RP) Er hat alles, was ein echter Schnüffler braucht: Ausdauer, Mut und den richtigen Biss. Letzteres bekam am Wochenende ein Dieb zu spüren. Der wollte flüchten, aber Polizeihund Mike war schneller. Nicht zum ersten Mal.
Der belgische Schäferhund Mike war ein echtes Jungtalent. Schon mit 17 Monaten bestand die Spürnase die erste Prüfung zum Polizeihund. Heute, mit sechs Jahren, ist der Vierbeiner so etwas wie ein alter Hase. Allerdings ohne Hasenherz. Mikes Mut hat Herrchen Udo Hüben schon erkannt, als sein „Polizei-Partner“ noch ein Welpe war.
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Spürnasen sind Spitzenkräfte
Am Wochenende stellte Mike einen Kabeldieb. Den hatten er und sein Hundeführer an der Rheinstraße auf frischer Tat ertappt. Weil der Dieb angesichts der sechsbeinigen Doppelstreife die Flucht ergriff, gab’s für Mike das Kommando zum „Sondereinsatz“. Der Diensthund verfolgte den Täter, erwischte ihn am Oberarm und riss ihn mit seinen knapp 40 Kilogramm Lebensgewicht zu Boden. Es war nicht der erste Gauner, den Mike stellte. Wie viele es seit Dienstantritt bei der Polizei waren, hat Udo Hüben nicht gezählt. „Damit brüstet man sich auch nicht“, sagt der Diensthundeführer. Normalerweise diene der Hund zur Abschreckung. Erst, wenn das nicht helfe, dürfe Mike seine komplettes Repertoire zeigen. „Seine Einsätze müssen schließlich rechtlich rechtfertigt werden können“, sagt Herrchen. Eine Blanko-Lizenz zum Beißen gibt es auch bei der Polizei nicht.
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Acht Diensthundeführer und Hunde gibt es zurzeit bei der Mönchengladbacher Polizei. Fast alle tierischen Spürnasen sind belgische Schäferhunde. „Die sind einfach widerstandsfähig“, sagt Udo Hüben. Wer Welpen ausbildet, muss eine gute Nase für Spürhunde haben. Denn nicht jedes Tier besteht auch später alle nötigen Prüfungen. Diensthunde sind Spitzenkräfte. Sie müssen sich jährlich einem Test unterziehen, damit sie im Streifendienst, bei Streitigkeiten, Großveranstaltungen oder bei Suchaktionen eingesetzt werden dürfen. „Die Prüfungen sind so etwas wie der Hunde-TÜV“, sagt Udo Hüben. Mike hat es gerade wieder geschafft.
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Der belgische Schäferhund ist aber nicht nur „normaler Diensthund“. Er hat sich sozusagen weitergebildet: zum Rauschgifthund. Ob Heroin, Haschisch oder Ecstasy – Mike findet es. Hat er das Gesuchte erschnuppert, bleibt er ruhig daneben sitzen. Abschlecken oder annagen geht gar nicht. Denn das würde mögliche Beweisspuren verwischen.
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Udo Hüben kann sich hundertprozentig auf seinen Partner verlassen. „Wenn ich Dienst habe, hat er es auch. Wenn ich Urlaub habe, hat er auch frei. Und wenn ich krank bin, ist er es auch“, sagt Hüben und lacht. Will heißen: Hundeführer und Hund sind bei der Polizei ein festes und unauswechselbares Team.
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So hart Mike im Dienst sein kann, so zahm und verspielt ist er zu Hause. „Meine Kinder finden den Hund weltklasse“, sagt Hüben. Und auch im Kindergarten macht der Polizeihund eine gute Figur. Ein echtes Aushängeschild für die Mönchengladbacher Hundestaffel.
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Quelle : rp-online.de
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